Heringsessen mit der Europaabgeordneten Monika Hohlmeier und MdL Martin Schöffel

Unser Ortsverband lud zum tradionellen politischen Aschermittwoch mit Heringsessen in die Gaststätte Förmitztal ein und alle kamen. Das Lokal war voll besetzt und die eingemachten Heringe waren wie immer ein Hochgenuss! Das „Kornbergecho“ sorgte musikalisch für gute Stimmung.
Martin Schöffel meinte zur EU-Finanzpolitik, dass die EURO-Stabilität ziemlich aufgeweicht sei. Wir Deutsche müssten aber am EURO festhalten, weil unsere Wirtschaft zu 50% in EU-Länder exportiere. Zum Länderfinanzausgleich sagte er, dass Bayern in 2011 4Mrd EURO abgeben musste und z.B. Berlin 3Mrd EURO erhielt. In Bayern sei die Leistungsbereitschaft am größten in Deutschland. Bayern sei das größte Zahlerland. Innerhalb Bayerns gebe es einen kommunalen Finanzausgleich von 7Mrd EURO.
Die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier ging auf die finanzpolitische Situation in der EURO-Zone ein. Sie meinte, dass Griechenland ein einziges Abenteuer sei. Dieses Land habe die kleinste Volkswirtschaft in der EU und gleichzeitig 400Mrd EURO Schulden. Die Bulgaren z.B. seien noch viel ärmer, aber sie würden sich nach ihrer Decke strecken und keine überzogenen Schulden machen. Die Finanzmärkte seien eine große Gefahr und diese gehe hauptsächlich von England aus. Zu unserer Region, Nordostoberfranken, meinte sie, dass wir die größte Industriedichte in ganz Europa hätten. Auch einige Weltmarktführer seien unter unseren Betrieben.

Es schloss sich eine rege Diskussion an und Frau Hohlmeier ließ sich viel Zeit und blieb bis zum Schluss. Sie bewies weitreichende Kenntnisse in der Europapolitik und gute Einschätzungen.
Es war ein sehr interessanter und gut gelungener politischer Aschermittwoch.